Selbstfürsorge – Sich nehmen was gut tut

Beim offenen MiNET-Treff am 15.10.2015 ging es um ganzheitliche Frauengesundheit.
Heilpraktikerin Sabrina Altmaier gab Tipps und ließ Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch.

Die wichtigsten Informationen und Empfehlungen kurz zusammen gefasst:

Gesundheit bedeutet nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Wohlbefinden von Körper und Geist in einem angenehmen sozialen Umfeld.
Diese Aspekte beeinflussen sich gegenseitig und sind in ständiger Veränderung, meist in zyklischer Struktur, z. Bsp. Tagesrhythmen, Monatszyklen, Jahreszeiten, Lebensphasen.
Es empfiehlt sich, diese Zyklen und die besonderen Charakteristika ihrer Phasen bewusst wahrzunehmen und zu spüren, welche Bedürfnisse gerade im Vordergrund stehen. Frauen fordern häufig zu wenig ein, was sie für ihr eigenes Wohlbefinden brauchen, weil sie sich um ihren Beruf, die Familie und andere Menschen oft stärker kümmern als um sich selbst. Gerade jedoch um die Kraft zu gewinnen, den täglichen Anforderungen gerecht zu werden, ist es sehr wichtig, sich selbst etwas Gutes zu tun. Das sollte Frauen ganz ohne schlechtes Gewissen genießen, wenn sie spüren, dass es ein Bedürfnis ist. Dies nennt man Selbstfürsorge und es ist ein elementarer Baustein von Gesundheit.

Was wem wann am besten tut, kann individuell sehr unterschiedlich sein. Beim offenen Treff wurden viele Vorschläge gesammelt wie zum Beispiel:
– Sport
– Sich mit Freundinnen treffen (gemeinsam Kochen, Handwerken, Filme gucken, sich gegenseitig massieren,…)
– Lesen
– Baden
– Kulturveranstaltungen
– Essen gehen
– Nichtstun / Ruhe genießen

Ungeachtet vieler moderner Ernährungstrends gibt es immer noch einheitliche Basics für gesunde Ernährung:
– Viel regionales und saisonales frisches Gemüse
– natürliche Produkte
– wenig Zucker und Alkohol
– gute Salze (Stein- oder Meersalz) und Fette (pflanzlich)
– in angenehmer Gesellschaft in Ruhe bewusst genießen
– viel (Wasser) trinken
– das Essen wertschätzen: Nur 2% der Weltbevölkerung hat regelmäßig ausreichend zu essen

Ergänzen sollte dies regelmäßige Bewegung, Pausen vom täglichen Stress und ausreichend Schlaf.

Zum Erhalt der seelischen Gesundheit ist es wichtig, die Gesellschaft mit angenehmen Mitmenschen zu suchen, Emotionen zuzulassen (auch Trauer und Wut dürfen sein) und nur so viel einzuplanen wie zu schaffen ist.
Und jetzt kommt der Knackpunkt: Die Theorie ist ja eigentlich schon bekannt. Nun geht es darum, sich einerseits aktiv den Raum und die Zeit zu nehmen, um das zu tun, was zu ganzheitlichem Wohlbefinden führt und andererseits eingefahrene Routinen und Verhaltensweisen zu hinterfragen und sie dort anzupassen, wo es richtig erscheint.
Gewohnte Pfade zu verlassen und Neues zu wagen, erscheint manchmal schwierig – wenn es aber erst einmal gelungen ist, freut man sich doppelt über die positiven Effekte.

Nun noch eine kleine Abschlussempfehlung: Stress entsteht im Kopf und dort kann er auch bekämpft werden. Wenn der Bus zu spät kommt, kann man sich darüber aufregen oder sich über die gewonnene Pause freuen. Wenn es draußen regnet, kann man griesgrämig werden oder sich über die eigene gemütliche Wohnung freuen.
Positives Denken: Ein Klassiker, der in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen ist!
🙂

Autorin der Zusammenfassung: Petra Stein

20. Oktober 2015 von petrastein
Kategorien: Frauen, Gender und mehr, News | Schreibe einen Kommentar