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Zu Weihnachten Flüchtlingsfrauen unterstützen! Wie? Ganz einfach!

Wir haben eine Spendenbox für Flüchtlingsfrauen in der FrauenGenderBibliothek aufgestellt und werden den Inhalt direkt und ohne Abzüge an die Kolleginnen der Beratungsstelle Lebach und an Saarbrücker Flüchtlingsinitiativen weiterleiten.

Wenn Sie größere Beträge spenden möchten, sprechen Sie uns an, wir vermitteln Ihre Spende direkt.

Das Team der FrauenGenderBibliothek wünscht allen unseren LeserInnen erholsame Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr 2015!

Letzter Ausleihetag ist der 23. Dezember, wir öffnen wieder am 6. Januar.

Posted by Anke in Eigene Veranstaltungen, News
Nachruf auf Leslie Feinberg

Nachruf auf Leslie Feinberg

Die/der  politische AktivistIn und AutorIn Leslie Feinberg ist am Samstag den 15.11.2014 im Alter von nur 65 Jahren verstorben. (Foto: wiki, www.phenomelle.de)

Leslie Feinberg, die sich selber als Trangender definierte und daher mit Beidem angesprochen werden wollte, zählt neben Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson zu einer der tragenden Figuren der us-amerikanischen Trans Liberation und LGBT-Bewegung. Ihr/sein Leben hatte und hat enormen Einfluss auf politische Bewegungen, Theoriebildung, literarisches Schreiben von und über Lesben und Trans* und AktivistInnen weit über die USA hinaus.

In Deutschland wurde sie/er durch den Roman „Träume in den erwachenden Morgen“ berühmt und verschaffte Generationen von jungen Lesben, Transgender und Intersexuellen Identifikationsmomente die manch eineN aus dem Schrank rauslockte oder auf die Straße gedrängt hat.

Am Ende ihres Lebens sagte sie, sie sei niemals auf der Suche nach einem weit verbreiteten Sammelbegriff für Identitäten gewesen, im Gegenteil, sie/er halte an dem Recht auf Selbstbestimmung von Individuen, Communitys, Gruppen und Nationen fest.

In diesem Zitat von Feinberg spiegelt sich die Mehrdimensionalität ihrer/seiner politischen Perspektive wieder: Trans*diskriminierung und Hetero-Sexismus kann nicht von Rassismus und Klassenunterdrückung/Klassismus getrennt werden. So sprach sich Feinberg beständig in Reden und Texten gegen Kriege, Militarisierung, Gefängnisse, rassistische Gewalt durch Staat und staatliche Behörden, Diskriminierung im Gesundheitssystem, Ausbeutung von ArbeiterInnen (of Color) und Kapitalismus aus, organisierte mehrere Demonstrationen und Märsche mit, unterstützte aktivistische Gruppen. Zu Feinbergs bekanntesten Veröffentlichungen zählen die Romane Stone Butch Blues (Träume in den erwachenden Morgen, 1984) und Drag King Träume (2008) sowie die Sachbücher (leider alle nicht übersetzt) Transgender Liberation: A Movement Whose Time Has Come (1992), Transgender Warriors: Making History (1996) und Trans Liberation: Beyond Pink or Blue (1999).

Weitere Informationen über Lesie Feinberg finden sich auf Feinbergs Webseite transgenderwarrior.org. Hier befindet sich auch ein ganzes Archiv über Leslies Schaffen, unter anderem eine deutschsprachige Übersetzung von Transgender Liberation von 1992. Lavender & Red: Feinbergs Artikel im Workers World Magazine zu den Verknüpfungen von sozialistischen und LGBT-Bewegungen. Die AktivistIn, und Wegbegleiterin Minnie Bruce Pratt hat auf Advocate.com einen liebevollen und faktenreichen Nachruf auf Feinbergs Leben und Wirken verfasst. (Dr. Muriel Gonzalez Athenas)

Posted by Anke in News
Malala Yousafzai – ein Vorbild (nicht nur) für Millionen Mädchen

Malala Yousafzai – ein Vorbild (nicht nur) für Millionen Mädchen

Malala Yousafzai, die diesjährige pakistanische Aktivistin für Mädchenbildung und Kinderrechte, ist die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten. Mit ihrem unerschrockenen Kampf für das Recht eines jeden Mädchens auf Zugang zu Bildung hat sie sich in ihrem Heimatland Pakistan viel Bewunderung erworben, aber auch Hass ausgesetzt. Einen lebensgefährlichen Anschlag der Taliban überlebte sie knapp, seitdem lebt sie in Großbritannien und setzt ihren Kampf dafür, dass die Stimme der Mädchen und Kinder in der Welt gehört wird, unerschrocken fort.

Der Deutsche Frauenrat und zahlreiche Frauenorganisationen auf der ganzen Welt gratulieren!

Der Brief im Wortlaut:

»Sehr geehrte Malala Yousafzai,

der Deutsche Frauenrat, die größte frauenpolitische Lobby in Deutschland, gratuliert Ihnen sehr herzlich zum Friedensnobelpreis. Wir haben uns über die Entscheidung des Preiskomitees sehr gefreut. In ihr liegt politischer Weitblick und Ermutigung für jede und jeden Einzelnen, sich unbeirrt für die eigenen Rechte und die der anderen einzusetzen. Besonders in Zeiten, in denen politische Institutionen sich oft als zu schwach zeigen bei der Verteidigung ihrer Schutzbefohlenen, zählt das gesellschaftspolitische Engagement des Individuums umso mehr.

You can make a difference. Das haben Sie bereits in sehr jungem Alter bewiesen. Mit Ihrem Mut und Ihrer Überzeugungskraft sind Sie heute nicht nur für Millionen Mädchen weltweit ein großes Vorbild. Die Rechte von Mädchen auf Bildung und ein Leben ohne Gewalt und Ausbeutung stehen im Forderungskatalog der Pekinger Aktionsplattform aus dem Jahr 1995. Wenn wir diese Agenda heute, zwanzig Jahre später, einer Revision unterziehen, müssen wir feststellen: Wir sind von diesem Ziel immer noch sehr weit entfernt.

Der Kampf für die Rechte von Mädchen hat durch Sie ein ganz persönliches Gesicht bekommen – und hoffentlich nachhaltigen Auftrieb.«

Eine Autobiografie ist gerade erschienen:

Ich bin Malala.
Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft.
München 2013
Hardcover, 08.10.2013, 400 S.
19,99 €
ISBN: 978-3-426-27629-7

Posted by Anke in Frauen, Gender und mehr, News, Portrait des Monats
FairCare oder Sklaven-los?

FairCare oder Sklaven-los?

Migrantinnen aus der EU haben die Möglichkeit, weitestgehend ohne Beschränkung Zugang zu den Arbeitsmärkten anderer EU-Staaten zu bekommen. Dabei prallen große soziale Unterschiede unkontrolliert aufeinander. Menschen aus ärmeren Gebieten werden durch diese Ausgangslage zunehmend gezwungen, auszuwandern, da in ihrer Heimat die Chance auf eine existenzsichernde Beschäftigung eher gering ist. Gleichzeitig ist die Pflege älterer Menschen in unserer Gesellschaft ein ungelöstes Problem. Insbesondere Frauen aus Osteuropa werden so oft ( in Unkenntnis oder bewusst)  als Haushalts- und Pflegehilfen ausgebeutet. Dies schafft Arbeitsverhältnisse, die an das 19. Jahrhundert erinnern und sklavereiähnliche Züge tragen.

Renate Zäckel vom Fraueninformationszentrum FIZ Stuttgart (Fachberatungsstelle für Migrantinnen) stellt hierzu ihre Erfahrungen und Lösungsansätze vor..
In der anschließenden Diskussion soll auch die Situation in Saarbrücken angesprochen werden, soweit bekannt.

Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen der Kampagne

Sklavenlos_Bündnislogo

Posted by Anke in Eigene Veranstaltungen, Frauen, Gender und mehr, News
»Offenes Buch« von Monika Schrickel im Open Space der FGBS

»Offenes Buch« von Monika Schrickel im Open Space der FGBS

Erneut nutzt eine saarländische Künstlerin den Open Space in der FGBS, um einen kleinen Einblick in ihr Werk zu geben. Monika Schrickel ist gebürtige Sächsin und lebt seit über fünfzig Jahren im Saarland. In dieser Zeit hat sie die saarländische Kunstszene entscheidend mitgeprägt, als Künstlerin, die ein großes und vielfältiges Werk vorzuweisen hat, mit über 70 Einzel- und Gruppenausstellungen, als Unterstützerin der Kunst im Vorstand des Saarländischen Künstlerhauses (1986-2004) und als Vorsitzende des BBK bis heute.

»Schrift und Sprache machen uns Menschen aus«, sagt Monika Schrickel. Dieser Überzeugung verleiht sie in ihrem aktuellen Werk Ausdruck, in Buchobjekten, »Schriftungen«, Zeichenbahnen.

Wir laden herzlich ein zu einer Begegnung mit einer Künstlerin, deren Arbeiten einer Bibliothek eine ganz neue Tiefendimension vermitteln. Monika Schrickel ist anwesend und freut sich auf Gespräche mit den BesucherInnen.

Posted by Anke in Eigene Veranstaltungen, Frauen, Gender und mehr, News
Menschen im Krieg

Menschen im Krieg

Wie wird aus einem netten französischen Teenager eine harte Resistancekämpferin, aus einem Blaustrumpf eine kühne Pilotin, aus einer Verfasserin von Frauenromanen eine Kriegskorrespondentin? Ein Künstler, der ein Agentennetz aufbaut, ein Sozialarbeiter in spe, der in den brutalen Kämpfen auf den philippinischen Pazifikinseln ums Überleben kämpft, ein Matrose im U-Boot-Kampf auf dem Atlantik:auf über tausend Seiten breitet Marge Piercy ein fesselndes Panorama des Zweiten Weltkriegs zwischen 1940 und 1945 vor uns aus. Spannend verwebt sie zehn Schicksale in Amerika, Europa und Asien, davon sieben jüdische, die meisten Frauen: Kriegsdienst in den Fabriken, Kampf gegen Hunger und Verelendung, Flucht und WIderstand gegen Nazis, Verlust von Familie und Freunden, intensive Begegnungen und neue Lebensentwürfe.

Die 1936 in Detrot geborene Marge Piercy ist eine der bedeutendsten Autorinnen der amerikanischen Frauenbewegung. Zu ihrem umfangreichen Werk zählen Gedichtbände, historiche und sozialkritische Romane und Science Fiction ("Frau am Abgrund der Zeit"). In ihrer Kindheit erlebte sie die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs, lange forschte sie dazu und trug umfangreiches historisches Material zusammen. Allen zehn im Roman verarbeiteten Lebensgeschichten liegen authentische Berichte und Interviews zugrunde.

Marge Piery: Menschen im Krieg. Roman. ARIADNE Literaturbibliothek 2014, 999 S.

Posted by Anke in Buch-Tipps, News
Impressionen von der Benefiz-Veranstaltung für das Migrantinnen-Netzwerk MiNET Saar

Impressionen von der Benefiz-Veranstaltung für das Migrantinnen-Netzwerk MiNET Saar

Das Benefiz des Migrantinnen-Netzwerkes MiNET Saar vom 06. Juni 2014 war mit 150 Gästen ein voller Erfolg. Impressionen vom reichhaltigen Buffet mit Speisen rund um den Globus, dem facettenreichen Kunst- und Kulturprogramm sowie der Tombola mit ihren hochwertigen Preisen finden Sie in unten stehender Bilder-Galerie.

Falls Sie als Mentorin oder Mentee Teil des Projektes werden wollen, melden Sie sich unter: minet-saar@frauengenderbibliothek-saar.de

Posted by Alma in News
Die Nacht im Hof: Die (Neu-)Saarbrücker Autorin Sonja Ruf liest aus ihren Romanen und Erzählungen

Die Nacht im Hof: Die (Neu-)Saarbrücker Autorin Sonja Ruf liest aus ihren Romanen und Erzählungen

Sonja Ruf wuchs im Nordschwarzwald auf, wurde in Stuttgart zur Verlagsbuchhändlerin ausgebildet, studierte in Frankfurt am Main Geschichte und lebte danach in Leipzig. Sie arbeitete als Lektorin, Kindermädchen, Ghostwriterin, Lokaljournalistin, Postausträgerin, Dramaturgin, in Anwaltsbüro, Geschichtsverein, Buchhandlung und Versandbuchhandlung. Seit 2012 wohnt sie in Saarbrücken.

Seit früher Kindheit erfindet sie Geschichten, ab dem Alter von acht Jahren schreibt sie Tagebuch, das zu einem literarischen Notizbuch geworden ist. Ihre Romane und Erzählungen handeln im weitesten Sinne von der Sehnsucht nach Liebe, wobei sie versucht, eine eigene Sprache für weibliche Erotik zu entwickeln und nicht nur der begehrten, auch der begehrenden Frau literarische Präsenz zu verschaffen.

Sonja Ruf wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet, zahlreiche Preise, Stipendien und KünstlerInnenaufenthalte. 1996 Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Aktuell ist die Autorin Kurd-Lasswitz-Stipendiatin in Gotha.

Romane und Erzählungen:

  • Erste Lieben. Konkursbuchverlag Claudia Gehrke / Tübingen, 2010 (Erzählung "Offene Zeit" u. "Frauen in Muschelkalk")
  • Casino Rosental / Krimi / Hrsg. FHL-Taschenbuch bei Paperone / Leipzig, 2008 (Gemeinschaftsroman (16 Autoren))
  • Zwischen Koch und Kellner / Erzählungen. Konkursbuchverlag Claudia Gehrke / Tübingen, 2006
  • Die Frau im Fels / Roman. Konkursbuchverlag Claudia Gehrke / Tübingen, 2003
  • Sprungturm / Roman. Konkursbuchverlag Claudia Gehrke / Tübingen, 2001
  • Evas ungewaschene Kinder / Roman. Nagel und Kimche / Zürich, 1996 (Taschenbuch 2000 bei dtv / München)

www.frauengenderbibliothek-saar.de

Mehr zu Sonja Ruf:  www.konkursbuch.com/html/ruf.html

Posted by Alma in Eigene Veranstaltungen, News
Benefiz für Migrantinnen-Netzwerk MiNET Saar ein großer Erfolg

Benefiz für Migrantinnen-Netzwerk MiNET Saar ein großer Erfolg

Mehr als 150 Gäste folgten dem Ruf von FrauenGenderBibliothek Saar, Zuwanderungs- und Frauenbüro der Stadt Saarbrücken am 6. Juni in den Rathausfestsaal Saarbrücken, um dort ein hochkarätiges Kulturprogramm zu erleben, von einem internationalen Buffet zu kosten, bei einer Tombola mitzuspielen und damit das Mentoring-Netzwerk für Migrantinnen zu unterstützen.

Am Ende des Abends zogen die Veranstalterinnen ein sehr zufriedenes Fazit: Mit den eingenommenen Mitteln und dem nun gesteigerten Bekanntheitsgrad des Netzwerks kann es bis Ende des Jahres weitergehen mit MiNET Saar.
Für die Finanzierung ab 2015 werden z.Zt. intensive Gespräche geführt.

Interessentinnen (Mentorinnen oder Mentees) können sich bei Interesse melden unter:

minet-saar@frauengenderbibliothek-saar.de

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Kartenvorverkauf fürs Benefiz hat begonnen

Kartenvorverkauf fürs Benefiz hat begonnen

Der Benefiz-Abend zugunsten des Mentorinnen-Netzwerks für Migrantinnen MiNET Saar verspricht musikalische und kabarettistische Beiträge vom Feinsten. Kulinarisch werden die BesucherInnen mit einem Sektempfang und Internationalem Buffet verwöhnt. Eine Tombola mit rund hundert attraktiven Preisen wartet auf glückliche GewinnerInnen. Und nicht zuletzt wird Zeit fürs Plaudern und Netzwerken in angenehmem Rahmen gegeben sein.

Kartenvorverkauf (15 €) und Vorbestellungen über die FrauenGenderbibliothek: tel. 0681-9388023 oder info@frauengenderbibliothek-saar.de

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